ARGE-Einsätze im ersten Halbjahr 2025
(von Ulrike Eberius)
Auch im ersten Halbjahr 2025 war die ARGE (Arbeitsgemeinschaft Ebneter Ortsbild) wieder mit Herzblut, Tatkraft und jeder Menge Gartengerät im Einsatz. Ob Hecken schneiden, Bänke streichen oder die Sense schwingen – ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden! Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Aktionen. Hier ein kleiner Rückblick:
Januar:
Der erste Arbeitseinsatz des Jahres fand an einem frostigen, aber trockenen Samstag statt. Ab 9 Uhr wurde rund um das Ziegengehege mit Motorsägen, Freischneidern, Ast- und Heckenscheren gearbeitet, um den Blick ins Dreisamtal und die Streuobstwiesen freizuhalten. Auch die Böschung vor der Kreuzfläche wurde erneut für die Eidechsen freigelegt.
Februar: Zwei Wochen später wurde das angefallene Schnittgut zerkleinert und die steile Fläche unterhalb des Weges von sich ausbreitenden Robinien und Brombeeren befreit. Dank eines Traktors mit angehängtem Häcksler konnten die Holzschnitzel direkt zur Ausbesserung des Weges verwendet werden. Zur Mittagspause gab es selbstgebackene Schneckennudeln – frisch aus dem Ofen auf den Berg geliefert.
April: Ein weiteres Sorgenkind hat sich am unteren Galgenberg entwickelt: Am Waldrand hat sich die Robinie massiv ausgebreitet und die Böschung überwuchert. In Zusammenarbeit mit der Stadt wurde ein starker Rückschnitt durchgeführt. Aufgrund der enormen Wuchskraft der Robinie muss diese Maßnahme in den kommenden Jahren regelmäßig, mehrmals jährlich, wiederholt werden – um die invasive Baumart zurückzudrängen und den Lebensraum der dort heimischen Eidechsen und Schlingnattern zu erhalten.
Mai: Im Rahmen der alljährlichen Aktion „Bänke“ wurden die Sitzgelegenheiten rund um die Ortsmitte, an der Dreisam, der Annakapelle, am Wildbachweg und an der Steinhalde freigemäht, geschliffen, gestrichen oder repariert. Eine unglaublich arbeitsintensive Aktion, die nur durch den großartigen Einsatz unserer Ehrenamtlichen möglich ist.
Auch rund um St. Wendelin wurden Rasen und Hecken gestutzt. Diese schöne Kapellenanlage wurde 1723 zunächst aus Holz errichtet und diente Ebneter Hirten als Schutz vor Unwettern. Die heutige steinerne Kapelle stammt aus dem Jahr 1895. Das Winterhalterkreuz wurde ebenfalls hergerichtet.
Juni: Die eingewachsenen Bänke an der Dreisam und am Wildbachweg wurden freigemäht und wieder in einen einladenden Zustand versetzt. Auch St. Wendelin und das Winterhalterkreuz erhielten ein zweites Mal Pflege: Hecken schneiden, Rasen mähen, Wege säubern.
Rechtzeitig zu Pfingsten wurde die Kreuzfläche am Galgenberg für das alljährliche ökumenische Friedensgebet gemäht und das Schnittgut abgetragen – wie immer mit dem Ziel, den Artenreichtum der Fläche zu erhalten. Auffällig in diesem Jahr: Aufgrund der kühlen Nächte im Frühjahr blühten viele Pflanzen später als gewöhnlich. Deshalb wurden bewusst größere Inseln stehen gelassen, damit die Pflanzen zur Samenreife kommen und ausreichend Futter für die hier noch vorkommenden Schmetterlingsarten bieten, darunter Schönheiten wie Schachbrettfalter, Ochsenauge, Waldportier, Bläulinge, Waldbrettspiel, Weißlinge, Schwalbenschwanz und Kleiner Eisvogel.
Haben Sie Lust, bei den Landschaftspflege-Einsätzen am Galgenberg, beim Streichen der Bänke oder beim Bauerngartenprojekt im Pfarrgarten mitzuhelfen? Die ARGE freut sich über tatkräftige Helferinnen und Helfer! Interessierte können sich bei Ulrike Eberius (info@multimedia-atelier.de) oder Fridolin Werne (FR-60226) melden.
Zur Deckung der privat getragenen Futter- und Tierarztkosten sowie der Kosten für Traktor, Häcksler, Motorsägen und Freischneider sind Spenden sehr willkommen:
Spendenkonto:
Ulrike Eberius
IBAN DE22680501010001551455
Betreff: Ziegen-Projekt
Ihre Unterstützung hilft, die rein ehrenamtliche Arbeit der ARGE Ebneter Ortsbild fortzuführen und die Schönheit des Galgenbergs zu bewahren.