Der Frauenstammtisch des Forum Ebnet
(von Brigitte Brand-Mahnkopf)
Seit über 30 Jahren gab es den Frauenstammtisch der kommunalpolitischen Gruppierung Forum Ebnet. Wie und warum kam es dazu?
In den Anfangszeiten saßen wir oft in der Schlossküche bei Nikolaus von Gayling zusammen, es wurde viel debattiert, und die Männer dominierten die Gespräche. So kam mir schnell die Idee, einen Frauenstammtisch zu gründen, der bei den anwesenden Frauen auf große Zustimmung stieß. Seitdem trafen wir uns regelmäßig alle vier Wochen. In den ersten Jahren waren es drei Generationen, die zusammengekommen sind. Das war schön, denn wir hatten gegenseitig sehr viel von den jeweils anderen Lebenserfahrungen profitiert. Bis zu 15 Frauen nahmen an den Treffen teil.
Bis zum Schluss tauschten wir uns über völlig verschiedene Themen aus: politische, psychologische, soziale und religiöse… Deutsche Sprache, Ernährung, Heimat, Gerechtigkeit, Migration und vieles mehr. Es trafen dann durchaus auch unterschiedliche Ansichten aufeinander, was nicht immer ganz einfach war. Oft begannen wir mit einem Impulsreferat und anschließend wurde diskutiert. Wir haben immer versucht, eine Mischung aus persönlichem Gespräch und themenbezogener Diskussion zu wahren, und konnten so oft etwas mit nach Hause nehmen. In den letzten Jahren nahmen die Altersbeschwerden zu, deshalb trafen wir uns immer im häuslichen Umfeld. Gerne denken wir noch an die jährlichen Treffen im Sommer in meinem Garten. Jede brachte etwas zum Essen für die Tafel mit, und wir konnten uns dann ohne vorgegebene Themen über Gott und die Welt austauschen.
Der Abschied ist uns nicht leichtgefallen, doch gelegentliche spontane Treffen haben wir weiterhin geplant.