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Ortsverwaltung


Beate Schramm: 20 Jahre Engagement für Ebnet


(Bericht: Ulrike Eberius)

Am 16. September leitete Beate Schramm ihre letzte Ortschaftsratssitzung in Ebnet

Beate Schramm prägte über zwei Jahrzehnte maßgeblich die Entwicklung Ebnets mit und verabschiedete sich in einer emotionalen Sitzung nach 20 Jahren aktiver Lokalpolitik, davon fünf Jahre als Ortsvorsteherin. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge leitete sie am 16. September ihre letzte Ortschaftsratssitzung. Zahlreiche Wegbegleiter*innen würdigten ihre Verdienste und bedankten sich für ihren langjährigen Einsatz.

Stellvertretender Ortsvorsteher Christian Hagenberger und die neue Ortsvorsteherin Gabi Hoferichter erinnerten an zahlreiche Projekte und Initiativen, die während Beate Schramms Amtszeit verwirklicht wurden: Der Hochwasserschutz im Welchental, der Glasfaserausbau, die Erweiterung der Feyelschule. Zudem wurde die neugebaute Eschbachbrücke eingeweiht, die Dreisamhalle saniert, das Jubiläum zur Eingemeindungsfeier gestemmt und das Bewegungsdreieck am Sportplatz eröffnet. 

Mit ihrem Engagement für sozialen Wohnraum und eine maßvolle Ortsentwicklung hat sie dafür gesorgt, dass Ebnet sich stetig weiterentwickelte, ohne seine Identität zu verlieren. Hervorgehoben wurden auch ihre Verdienste um den Erhalt der örtlichen Poststelle und der Schulbuslinie 221 nach Stegen und Kirchzarten. Mit einem Augenzwinkern wurde ihre frühere berufliche Tätigkeit in der Erwachsenenbildung erwähnt – eine Erfahrung, die sicherlich bei der einen oder anderen Ortschaftsratssitzung hilfreich gewesen sei.

Dank und Anerkennung
Beate Schramm mit ihrem Amtskollegen aus Kappel, Christoph Brender.

Viele weitere Gratulanten würdigten Beate Schramms Einsatz und sprachen ihren Dank aus. Katja Martin, als Vertreterin der Landfrauen, hob ihre Verdienste um den Erhalt der örtlichen Traditionen hervor. Chorleiter Rainer Pachner vom Gemischten Chor Ebnet bedankte sich im Namen aller Ebneter Vereine für die Unterstützung, die stets unbürokratisch, schnell und praktikabel gewesen sei. Birgit Witzenbacher, Schulleiterin der Feyelschule, überreichte einen Karlsruher Wein – eine Reminiszenz an Beate Schramms Heimatstadt. Als Vertreter des östlichsten Freiburger Stadtteils betonte Kappels Ortsvorsteher Christoph Brender die gute Zusammenarbeit zwischen den benachbarten Ortschaften.

Verwaltungsleiterin Ulrike Schwörer erinnerte an die gemeinsamen Herausforderungen der letzten fünf Jahre, insbesondere die Zeit während der Corona-Krise, und würdigte – auch im Namen ihrer Mitarbeiter*innen – Beate Schramms fachliche Kompetenz und stets hervorragende Vorbereitung der Sitzungen: „Chapeau!“ 

Ulrike Schwörer: "Wir waren einfach ein tolles Team."

Mindestens genauso wichtig war ihr jedoch die Anerkennung der menschlichen Wärme, die die Zusammenarbeit geprägt hat. Schramm habe immer ein offenes Ohr für alle Anliegen gehabt und sei auch in persönlich schwierigen Zeiten stets hinter ihr und ihren Mitarbeiter*innen gestanden. „Wir waren einfach ein tolles Team. Jetzt ist es an der Zeit, dir Danke zu sagen, dir Gesundheit zu wünschen und ganz viel Zeit für die Dinge, die liegengeblieben sind.“ Mit dem Hinweis „hinter jeder starken Frau steht auch ein starker Mann“ bedankte sie sich schließlich auch bei Beate Schramms Ehemann und ihren Kindern.

Es war eine gute Zeit

In ihrer Abschiedsrede blickte Beate Schramm auf die vergangenen Jahre zurück und würdigte die Arbeit ihrer Vorgänger, Weggefährten und all jener, die in den Ebneter Vereinen, Initiativen und Gremien mitwirken. „Es war eine gute Zeit. Manchmal herausfordernd, manchmal spannend, manchmal frustrierend. Aber es war einfach immer getragen von dieser guten Zusammenarbeit“, die stets von gegenseitiger Wertschätzung, Offenheit und einem guten Miteinander geprägt war, genau wie die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Eigenbetrieben. „Nicht immer kann man alles gleich umsetzen und nicht immer funktioniert alles gleich.“ Doch es sei ein Zusammenspiel vieler Einzelteile, die ineinandergreifen müssen, damit etwas vorangeht. Besonders betonte sie die Bedeutung der Vereine und der vielen ehrenamtlich engagierten Bürger*innen, die Ebnet zu einem lebendigen Ort machen: „Ebnet lebt durch die Menschen, die hier gestalten, die Bewährtes und Traditionen weitertragen, die ganz wichtig sind für die Identifikation mit dem Ort und auf der anderen Seite auch Neues schaffen! Das ist der Grundstock, der uns von manchen anderen Orten unterscheidet, die reine Schlafstätten sind. Die Gemeinschaft ist es, die vor allem ausmacht, dass man sich wirklich wohl und zuhause fühlen kann.“

Ganz besonders hob auch sie hervor: „Die Ortsverwaltung, das ganze Team und insbesondere Ulrike Schwörer – die Unterstützung, die ich dort hatte, war schon wunderbar, genial.“

Einen großen Dank richtete sie an ihren Vorgänger Bernhard Sänger, der den Grundstock für die auf den Weg gebrachten Projekte der Sanierung der Dreisamhalle und der Eschbachbrücke gelegt hatte – „und ich habe es dann weiterführen dürfen.“

Beate Schramm geht nun in den wohlverdienten Ruhestand, doch wie sie betonte, bleibt sie dem Ort weiterhin verbunden. Sie versprach, sich auch in Zukunft für Ebnet einzusetzen und die Gemeinschaft aktiv mitzugestalten. „Ich bin nicht weg“, sagte sie unter großem Applaus und wünschte allen Anwesenden weiterhin viel Erfolg in ihrem Engagement für Ebnet. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Umtrunk aus, bei dem noch viele persönliche Worte und Dankesbekundungen ausgetauscht wurden.


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