Menschen in Ebnet
(Das Gespräch führten Daniela Boulanger & Ulrike Eberius)
Forum Ebnet ist heute eine feste Größe im Ebneter Ortschaftsrat – dank Menschen wie Maria Müller, Mitbegründerin von Forum Ebnet und eine der ersten Frauen im Ortschaftsrat. Geboren 1935 in Thüringen, zog sie 1955 in den Westen und kam 1973 nach Ebnet. Nach dem frühen Tod ihres Mannes war sie alleinerziehende Mutter von drei Kindern und hat sich dennoch unermüdlich für das Gemeinwesen eingesetzt und zahlreiche Ehrungen erhalten. Wir haben mit ihr über die Entstehung des Forums und ihre Erfahrungen als Ortschaftsrätin und Ortsvorsteherin gesprochen.
Liebe Maria, dein Auftritt beim 30-jährigen Jubiläum von Forum Ebnet mit deiner angenehmen, bescheidenen Art hat viele beeindruckt – auch uns. Deine langjährige ehrenamtliche Arbeit und dein Engagement für Ebnet haben nicht nur politisch Interessierte erreicht, sondern auch Menschen, die zuvor wenig mit aktivem Engagement zu tun hatten. Vielleicht ist es dir nicht bewusst, aber du bist zu einem wichtigen Vorbild geworden – für uns und viele andere. Von dir selbst sagst du, du seist ja "nur Hausfrau" gewesen. Aber das stimmt so nicht. Du hattest eine abgeschlossene Ausbildung.
Ja, aber ich konnte nichts damit anfangen. Ich habe das typische Frauenschicksal dieser Jahre. In der DDR war ich ...
... nach einem Studium in Naumburg und Leipzig staatlich geprüfte Postwirtschaftlerin. Und dann haben die hier im Westen auf der Oberpostdirektion mit den Schultern gezuckt und gesagt: „Das gibt es bei uns nicht. Gehen Sie am besten wieder rüber. Wenn Sie bei uns zur Post wollen, dann müssen Sie nochmal ganz von vorne anfangen und den Ausbildungsgang durchlaufen, wie er halt hier üblich ist.“ Dabei war das in der DDR wirklich eine gute Ausbildung. Ich muss sagen, ich bin nicht so die Superhausfrau gewesen, sondern ich wollte halt immer irgendwie arbeiten, weil ich das auch so gewohnt war von der DDR. Und das war damals so schwierig, die Kinder kamen erst mit fünf Jahren in den Kindergarten, wenn überhaupt. Ja, das war für mich wirklich ganz schlimm, immer zu Hause zu sitzen, mit drei Kindern. Und mein Mann machte dann langsam eine Karriere bei IBM. Als mein Mann starb, hätte ich beinahe einen Zwangsvormund für meine Kinder bekommen, das müsst ihr euch mal vorstellen, so war das Gesetz. Da habe ich gesagt, ich bin doch die Mutter, ich brauche keinen fremden Menschen als Vormund.
Wann war das?
Das war 1975, da ist mein Mann völlig überraschend im Urlaub gestorben.
Das heißt, du warst auf einmal als alleinerziehende Mutter ganz auf dich gestellt und lange Zeit außergewöhnlich belastet. Wie kam es, dass du dich dennoch so stark im Ehrenamt engagiert hast?
Die Situation war so, dass ich dachte, das schaffe ich jetzt nicht, richtig im Beruf einzusteigen. Wir waren zum Glück finanziell einigermaßen abgesichert, weil mein Mann gut verdient hatte. Und dann habe ich mir das so überlegt: Eine volle Berufstätigkeit mit kleinen Kindern kommt nicht in Frage. Aber ich wollte was arbeiten oder was machen, nicht nur im Familienverband. Und dann habe ich halt gesagt, ich arbeite ehrenamtlich.
Du hast sehr viel Zeit investiert in zahlreiche Ehrenämter – das wäre eventuell gar nicht möglich gewesen, wenn du komplett berufstätig gewesen wärst?
Nein, also das war meine Lösung. Ich habe gedacht, ich kann nicht bloß zu Hause sitzen. Es waren vor allem die Leute in der evangelischen Gemeinde, die sich damals um mich gekümmert haben, auch um meine Kinder. Das muss ich schon sagen. Und dann bin ich so allmählich reingekommen in die ehrenamtliche Arbeit. Ich habe sechs Jahre lang Hospizarbeit gemacht. Und in der Telefonseelsorge gearbeitet, mich in der evangelischen Gemeinde engagiert.
Und dann kam – ich war schon Ende Fünfzig – die Anfrage von Nikolaus v. Gayling, ob ich nicht Interesse hätte, bei Forum mitzumachen. Das fand ich interessant. Erstens wohnte ich da schon seit 20 Jahren in Ebnet und meine Kinder sind hier aufgewachsen und in die Schule gegangen. Und es hat mich wirklich interessiert, was aus dem Ort wird.
Wie kam es denn zur Gründung von Forum Ebnet?
Die Grundidee kam 1993 von Nikolaus v. Gayling und Hartmut Saam. Sie hatten sich Gedanken gemacht, was in Ebnet vielleicht so ein bisschen veränderungsbedürftig ist und wollten die Diskussionskultur im Ortschaftsrat beleben. Damals war es häufig so, dass Herr Wolf, der Ortsvorsteher, sehr gut vorbereitet war und die Vorlagen vorgestellt hat und die Ortschaftsräte, die haben sich damit, glaube ich, weniger befasst. Und das hatte dann zur Folge, dass da wenig Aussprache und Diskussion war. Da haben wir gesagt, also das ist eigentlich nicht in Ordnung. Das könnte doch eine Bereicherung sein, wenn da eine weitere Gruppe kommt und ein bisschen mitmacht. Also sind wir 1994 zur Wahl angetreten.
Wie waren die Reaktionen?
Fast schon gekränkt. Man war der Meinung, es braucht keine weitere Gruppe. Die beiden im Ortschaftsrat vertretenen Fraktionen haben eine Presse-Erklärung herausgegeben, in der uns jedwede sachliche Kompetenz abgesprochen wurde: „Das streitsuchende populistische Getue des nicht definierbaren Forum Ebnet sei für den Ort in hohem Maße schädlich und damit verantwortungslos.“
Soviel ich weiß, hat das aber niemand ernst genommen. Das hat uns eher geholfen, das war so erkenntlich blöde. Wir wurden dann auf Anhieb gewählt, Nikolaus v. Gayling, Hartmut Saam und ich. Das hat mich überrascht, weil ich ja keinen Hehl daraus gemacht habe, dass ich evangelisch bin und eine Reingeschmeckte ...
Wie seid ihr auf den Namen "Forum Ebnet" gekommen?
Zuerst war von „Spektrum“ die Rede, und dann kamen wir auf „Forum“. Im Sinn von „Öffentlicher Raum für Diskussionen und Meinungsaustausch“. Offenheit war uns wichtig und Toleranz. Ein Forum für Alt- und Neubürger und alle Generationen, um sich einfach zu engagieren für den Ort, für die Menschen.
Hast du davor mal überlegt, in die CDU zu gehen oder zu den Freien Wählern?
Ja gut, die haben mich nicht angesprochen und ich glaube, ich hätte es auch nicht gemacht. Es war spannend, als Neulinge anzufangen und das Forum zu gründen, das war wirklich Aufbruchstimmung. Erst 2000 haben wir uns als Verein gefunden. Da habe ich mich auch gewundert, dass das doch noch sechs Jahre gedauert hat, bis wir auf die Idee gekommen sind, wir müssten eigentlich einen Verein haben, damit mehr Menschen hinter uns stehen und nicht bloß die zwei, drei, die in der Sitzung sitzen.
Ein Verein hat den Vorteil, dass man Mitglieder haben kann?
Ja
Und das heißt, dann ist einfach der Rückhalt größer, oder ist das finanziell bedeutsam?
Finanziell weniger, der Mitgliedsbeitrag ist ja mit 30 Euro auch heute noch sehr niedrig. Nein, es war einfach die Idee, dass es Leute bräuchte, die mit uns auf gleicher Linie sind.
Wie waren denn die Anfänge für dich im Ortschaftsrat?
Also, zu meiner Anfangszeit war ich ja die einzige Frau im Ortschaftsrat. Es war nicht einfach, weil ich das ja auch alles noch nicht geübt hatte. Ich kam immer zur Nachsitzung mit in den Löwen, da saßen alle Fraktionen nach der Ortschaftsratssitzung noch zusammen. Da bekam ich dann schon mal zu hören, begleitet von einer Handbewegung: „Frau Müller, Sie sind bei der nächsten Wahl weg vom Fenster".
Und warum?
Einfach so, weil ich halt … nix zu sagen hatte. Das hat mich dann gerade noch angestachelt. Ich war schon als Kind eher aufmüpfig, so etwas hat mich nicht entmutigt. Später hieß es dann aber auch: „Die Frau Müller, die ist gar nicht mal so unrecht". Das war das höchste Lob.
Es kam noch Frau Zanger für die CDU dazu, dann waren wir immerhin schon zu zweit. Und Frau Birmelin für die Freien Wähler. Und ich habe die Erfahrung gemacht, die Frauen fassen sich häufig kürzer und sind eigenartigerweise sachlicher. Also, die haben nicht so das Bedürfnis, sich so persönlich zu profilieren, sondern denen geht es wirklich meistens um die Sache.
Du wurdest 1999, 2004 und 2009 wiedergewählt und warst von 2007-2009 die erste weibliche Ortsvorsteherin von Ebnet. Wie kam es dazu?
2007 musste der amtierende Ortsvorsteher Hellmut Menner, der ein sehr anständiger Mann war, krankheitsbedingt zurücktreten. Es war eine reine Formsache, dass ich stellvertretend das Amt übernommen habe, das ging nach Fraktionsgröße. Und ich muss sagen, das war insofern schwierig für mich, da die Zusammenarbeit mit dem damaligen Verwaltungsleiter nicht einfach war.
Du hast dich ja nicht in dieses Amt gedrängt. Warum war die Zusammenarbeit so schwierig?
Da kam vieles zusammen. Und dann noch Forum Ebnet, das war sowieso ein rotes Tuch für ihn.
Und das bekamst du deutlich zu spüren?
Ja, sehr.
Und war es dann so, dass du nach so einem Tag mit viel Gegenwind abends ins Bett gegangen bist und trotzdem gut schlafen konntest, oder hast du das mitgenommen?
Es hat mich schon belastet, ja klar. Und es hat mich geärgert. Aber schlaflose Nächte, nee, das hatte ich nicht. Ich habe von den städtischen Ämtern gut zugearbeitet bekommen, z. B. von der Mitarbeiterin, die für die Bauangelegenheiten zuständig war. Mit ihr habe ich mich sehr gut verstanden. Es waren eigentlich meistens Frauen, die mich dann unterstützt haben.
Wie zeitaufwändig war das Amt der Ortsvorsteherin für dich?
Also ich habe es vielleicht nicht so gemacht, wie jetzt sein muss, weil einfach die Bürokratie heute aufwändiger ist. Aber so 40, 50 Prozent meiner Zeit, ja.
Also eine Halbtagsstelle war es mindestens?
Kann man sagen, ja.
Was würdest du als wichtige Eigenschaft für eine Ortsvorsteherin bzw. einen Ortsvorsteher ansehen?
Es ist wichtig, dass der- oder diejenige wirklich ein Herz für die Menschen und den Ort hat und sich einsetzt.
Aus deiner ganzen Lebenserfahrung, die du gesammelt hast – in einer Kindheit im Dritten Reich, einer Jugend in der DDR, als Mutter und als Lokalpolitikerin über diese vielen Jahrzehnte – hast du eine Art „Fazit“, von dem du denkst, das ist eine Erkenntnis, die würde ich gerne mal weitergeben?
Für mich ist es wichtig, dass man am Geschehen teilnimmt und nicht meint, ich kann nichts machen. Ich habe nie verstanden, dass Leute einfach nur leben, ohne sich wirklich mal zu interessieren, was ihren Mitmenschen widerfährt, oder was überhaupt passiert in der Welt. Und ich finde es wichtig, über den Tellerrand seiner Familie hinauszublicken und sich in seinem Umfeld zu engagieren und Demokratie von unten, von der Basis zu erleben. Damit man Bescheid weiß. Dass man nicht verdummt – sich nicht verdummen lässt.
Für mich war es eine große Bereicherung, mich im Ortschaftsrat zu engagieren, neue Erfahrungen zu machen und neuen Menschen zu begegnen. Und: wenn sich jemand überlegt, ein Ehrenamt zu übernehmen, dann soll es auch Spaß machen! In diesem Sinn ein gutes Gelingen den Menschen, die sich heute im Forum und in der Ortschaft engagieren.
Mit einer Mitgliedschaft (30 Euro im Jahr / 45 Euro für Familien) unterstützen Sie unsere Arbeit, selbst wenn Sie keine Kapazitäten haben, sich direkt einzubringen. Sprechen Sie uns einfach an. Oder kommen Sie unverbindlich zu unseren erweiterten Fraktionssitzungen.
Möchten Sie mehr über die Arbeit von Forum Ebnet in den Anfangsjahren erfahren? In einem reich bebilderten Sonderdruck finden Sie viele spannende Informationen über die Entwicklungen in Ebnet von 1994 bis 2014. Sie erhalten die Chronik über unsere Ortschaftsrät*innen – sprechen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns über Ihr Interesse!
Verabschiedung von Axel Stiefvater-Höfflin als Postbote von Ebnet
… stand auf der Abschiedspostkarte von Axel Stiefvater-Höfflin, der nun in den Ruhestand wechselt.
Fast 4 Jahrzehnte hat er den Zustellbezirk Ebnet betreut. Und wie! Ja, die Post war immer zuverlässig und korrekt verteilt. Aber da muss noch mehr gewesen sein, wodurch dieser Mann einen solchen Abschied beschert bekam.

Die Menschen drängten sich am Abschiedsabend in den Mehrzweckraum der Dreisamhalle. Alles war wunderschön geschmückt, Verpflegung stand bereit, Ortsvorsteherin Gabi Hoferichter dankte im Namen Ebnets, der gemischte Chor Ebnet sang spontan ein Ständchen, die Kinder der Feyelschule haben individuelle Abschiedskarten kreiert und ich durfte ihm zwei Abschiedsbücher überreichen, voll wertschätzenden, berührenden und liebevollen Einträgen dankbarer Menschen.
Was hat ihn zu einer Institution werden lassen, die man ungern ziehen lässt? Und dass man ihn ungern ziehen lässt, hatte Ebnet in den Vorjahren bewiesen, denn ...
so eine lange Verweildauer in einem Bezirk sieht das Postkonzept nicht vor. Als er versetzt werden sollte, stand das Telefon des Vorgesetzten nicht mehr still, bis klar war, dass Axel bleiben kann
Dieser Mann ist absolut authentisch, voller Freundlichkeit, Zugewandtheit und mit großer Hilfsbereitschaft. Dazu gesellt sich sein Humor und durchaus auch Lebensweisheit.
Neu Zugezogenen stellte er sich vor, so kannte man sich wechselseitig mit Namen. Und Axel nennt die Menschen beim Namen! Er hört ihnen zu, nicht aus Neugierde, sondern aus ehrlichem Interesse. Diskretion – eine Selbstverständlichkeit. Ja, Axel hat seelsorgerische Qualitäten und sein immer freudestrahlender Blick öffnet die Herzen.
Er bewertet die Menschen nicht nach Zugehörigkeit oder Meinung, ist ein Naturtalent in Achtsamkeit und damit ein großes Vorbild. Jetzt können wir zeigen, was wir von ihm gelernt haben. Begegnen wir den Menschen auf der Straße von nun an genauso. Und seinem Nachfolger – der wird staunen!
Ebnet stiefvatert ab jetzt!
Danke, lieber Axel Stiefvater-Höfflin, mach´s gut!

Lieber Herr Stiefvater-Höfflin,
es ist wirklich ein Jammer – wir bekommen nie Post! Dabei würden wir Sie so gerne einmal persönlich kennenlernen und Ihnen die Frage stellen, die uns schon lange unter den Hufen brennt:
Von unserem Aussichtsplatz am Galgenberg schauen wir Ihnen schon seit vielen Jahren bei der Arbeit zu. Während wir gemütlich in der Sonne wiederkäuen, haben wir alle Zeit der Welt, Ihre täglichen Wege in Ebnet von oben zu verfolgen. So ist es uns gelungen, einen Irrglauben aufzuklären, der sich bei den meisten Ebneter*innen hartnäckig hält:
Nein, die Sonne geht nicht erst auf, wenn Axel Stiefvater-Höfflin seine Runde durch Ebnet beginnt! Vielmehr existiert hier das weltweit einzigartige Phänomen eines mehrfachen Sonnenaufgangs, dessen genaue Zahl exakt der Anzahl der täglichen Begegnungen mit Ihnen entspricht. In Fachkreisen spricht man mittlerweile vom "multiplen Stiefvater-Höfflin-Sunrise".
Und noch etwas Erstaunliches ist uns als Ziegen – und damit als absoluten Mecker-Experten – aufgefallen: Kein einziger Tag, an dem jemand etwas an Ihrer Arbeit auszusetzen hätte, geschweige denn zu meckern! Im Gegenteil: Am Ende Ihrer Tour liegt Ihnen regelmäßig ganz Ebnet zu Füßen. Sie bemerken das vielleicht gar nicht, da Sie sich in Ihrem Schwung und Elan nie umdrehen, aber von oben sehen wir das ganz genau!
Wie machen Sie das nur?
Selbst Briefe vom Finanzamt, Rechnungen, Mahnungen und sogar Erinnerungspostkarten für den nächsten Zahnarztbesuch werden aus Ihrer Hand so freudig entgegengenommen, als wären es Weihnachtsgeschenke. Ganz Ebnet scheint eine meckerfreie Zone zu sein!
Wirklich ganz Ebnet? Da sind wir uns nicht so sicher. Schließlich sind wir von Berufs wegen Meister im Meckern. Und deshalb würden wir gerne eine Wette mit Ihnen abschließen:
Wetten, dass wir es trotzdem schaffen, in Ihrer Gegenwart zu meckern?
(Unsere Menschen glauben ja fest, dass selbst wir da keine Chance haben, und dass schon Ihre bloße Anwesenheit den Willen zum Meckern in den unwiderstehlichen Wunsch umwandelt, etwas Freundliches über die Lippen zu bringen ...)
Also, wir hoffen, Sie nehmen die Herausforderung an und dass Sie uns bald auf dem Galgenberg besuchen, damit wir das Rätsel um Ihre magischen Good-Vibes-Fähigkeiten lösen können. Bis dahin meckern – äh – senden wir Ihnen und Ihrer Familie die besten Wünsche für Ihren neuen Lebensabschnitt und bedanken uns herzlich für Ihre legendäre und ansteckende Freundlichkeit, die Ebnet in einen ganz besonderen Ort verwandelt hat:
einen Ort, an dem Meckern eine echte Herausforderung ist

(Bericht: Karin Lorenz / Abschiedsgemecker: Die Galgenberg-Ziegen)
Ein Zeichen gegen häusliche Gewalt
Unter den zahlreichen Bänken in Ebnet stach im August eine Bank besonders hervor: die “Rote Bank” vor der Dreisamhalle. Mit ihrer knalligen Farbe und der aufgemalten Silhouette einer Frau steht sie symbolisch für ein oft tabuisiertes Thema: häusliche Gewalt.
Das Rot der Bank steht symbolisch für das Blut jener Frauen, die von ihren Partnern getötet wurden. Eine erschreckende Symbolik – und auch die Zahlen, die die Bank ins Bewusstsein rückt, sind erschreckend: Alle drei Minuten wird in Deutschland eine Frau oder ein Mädchen Opfer häuslicher Gewalt. Doch häusliche Gewalt betrifft nicht ausschließlich Frauen – auch Kinder, Männer und pflegebedürftige Personen erleben Gewalt hinter verschlossenen Türen, die oft von den engsten Bezugspersonen ausgeübt wird. Dabei kann es sich neben körperlicher und sexueller Gewalt auch um psychische Gewalt handeln. Zu letzterer zählen beispielsweise Beleidigungen, Herabwürdigen und Kleinmachen, das Ausüben von Macht und Kontrolle oder das Verbot sozialer Kontakte.
Die Initiative, die Rote Bank nach Ebnet zu holen, ging von Ortschaftsrätin Katharina Mattern (CDU) aus. Anlässlich der Aufstellung wies sie darauf hin, dass häusliche Gewalt in allen gesellschaftlichen Schichten vorkommt – unabhängig von Einkommen, Bildung oder sozialem Status. Und ziemlich sicher auch in Ebnet stattfindet. Sie betonte: „Niemand darf mit diesem Problem alleingelassen werden!“
Mehr als ein Symbol – konkrete Hilfsangebote:
Die Rote Bank ist nicht nur ein Mahnmal und Denkanstoß, sondern bietet auch direkte Unterstützung. Auf der Bank angebrachte Aufkleber informieren über Hilfsangebote und Anlaufstellen für Betroffene oder besorgte Mitmenschen:
Beratung für betroffene Frauen:
Frauen- und Kinderschutzhaus Freiburg: 0761/31072
Nach sexuellen Übergriffen:
Frauenhorizonte – Notruftelefon: 0761/31072
In akuter Gefahr:
Polizei: 110
Hilfe-Telefon „Gewalt gegen Frauen“:
116 016 – anonym und kostenfrei, 24/7 erreichbar
Peer-Online-Beratung durch Wildwasser Freiburg:
(Peer = Beratung durch Menschen mit ähnlichen Erfahrungen)
www.wildwasser-freiburg.de
Freiburger Fachstelle Intervention gegen häusliche Gewalt:
0761/8973520 – bietet u.a. Beratung für Männer, die von partnerschaftlicher Gewalt betroffen sind.
Wir dürfen wieder wählen! Das vorzeitige Ende der Ampel-Regierung führt zu Neuwahlen, in denen wir Bürger und Bürgerinnen das Recht erhalten, mit unserer Stimmabgabe die Zusammensetzung des Parlaments zu bestimmen und die Möglichkeit der Bildung einer neuen Regierung zu schaffen. Der Bundeskanzler spricht von einem Fest der Demokratie.
Die Welt befindet sich in einem nicht enden wollenden Krisenmodus und inmitten gravierender Umbrüche: Klimawandel, Künstliche Intelligenz, Kriege mitten in Europa, Migration, Wohlstandsverlust geben vielen Menschen Anlass zu Unbehagen oder gar Angst. In ganz Europa wird die politische Mitte kleiner, die Parteien an den Rändern erstarken. Parteien mit rechtsextremistischen Tendenzen stehen bei Wahlen vorne. Das Museum für Neue Kunst Freiburg hat zu dieser Thematik, die vor 100 Jahren in ähnlicher Dramatik aufkam, eine hervorragende Ausstellung mit dem Titel „Modern Times, Bilder der 1920er Jahre“ auf die Beine gestellt – unbedingt sehenswert!
Das 1993 gegründete „Forum Ebnet“ hat in seiner Satzung die „Allgemeine Förderung des demokratischen Staatswesens“ zu einem Grundprinzip erhoben. Diesem Grundsatz fühlen wir uns stärker denn je verpflichtet. Wir sind der festen Überzeugung, dass eine pluralistische Gesellschaft nur in Recht und Freiheit, mit Toleranz und Vielfalt und Respekt vor dem Andersdenkenden existieren kann. Politik fängt in Ebnet an. Wir können und müssen mitgestalten. Wir entscheiden mit, wie die Haushaltsmittel vergeben werden, wo Spielplätze entstehen, wie viel ÖPNV wir benötigen, welche Bauprojekte wir vor Ort unterstützen wollen und welche Fördermaßnahmen wir für unsere Schulen, Kindergärten und sehr aktiven Vereine für notwendig erachten. All dies ist wichtig für eine nachhaltige Stadtteilentwicklung. Hier mischen wir uns ein, wenn nötig mit Nachdruck. Wir wissen, dass es sich lohnt, sich für diesen schönen, wachsenden Ortsteil einzusetzen.
Wir bitten alle Ebneter Bürgerinnen und Bürger, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wählen Sie Personen und Parteien, die sich unmissverständlich und glaubhaft für demokratische Prinzipien und den Erhalt der Freiheit einsetzen, gegen populistische Parolen, Diskriminierung, Hass und Hetze.
Wir haben es in der Hand.
Text: Friedrich Stüber
Gabi Hoferichter
In der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrates Ebnet wählten am 22. Juli 2024 die neuen Ortschaftsrät*innen einstimmig Gabi Hoferichter als künftige Ortsvorsteherin. Der Gemeinderat bestätigte diese Wahl in der Sitzung vom 17. September 2024. In diesem Rahmen verplichtete OB Martin Horn Gabi Hoferichter als Ortsvorsteherin für Ebnet und überreichte ihr die Ernennungsurkunde.
Wir gratulieren herzlich und danken Gabi Hoferichter für ihre Bereitschaft, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen. Für ihre Amtszeit wünschen wir ihr alles Gute, Freude und Erfolg!
Fraktion und Mitglieder von Forum Ebnet
Ebnet sagt Danke – und Beate Schramm dankt zurück
Beate Schramm prägte über zwei Jahrzehnte maßgeblich die Entwicklung Ebnets mit und verabschiedete sich in einer emotionalen Sitzung nach 20 Jahren aktiver Lokalpolitik, davon fünf Jahre als Ortsvorsteherin. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge leitete sie am 16. September ihre letzte Ortschaftsratssitzung. Zahlreiche Wegbegleiter*innen würdigten ihre Verdienste und bedankten sich für ihren langjährigen Einsatz.
Stellvertretender Ortsvorsteher Christian Hagenberger und die neue Ortsvorsteherin Gabi Hoferichter erinnerten an zahlreiche Projekte und Initiativen, die während Beate Schramms Amtszeit verwirklicht wurden: Der Hochwasserschutz im Welchental, der Glasfaserausbau, die Erweiterung der Feyelschule. Zudem wurde die neugebaute Eschbachbrücke eingeweiht, die Dreisamhalle saniert, das Jubiläum zur Eingemeindungsfeier gestemmt und das Bewegungsdreieck am Sportplatz eröffnet.

Mit ihrem Engagement für sozialen Wohnraum und eine maßvolle Ortsentwicklung hat sie dafür gesorgt, dass Ebnet sich stetig weiterentwickelte, ohne seine Identität zu verlieren. Hervorgehoben wurden auch ihre Verdienste um den Erhalt der örtlichen Poststelle und der Schulbuslinie 221 nach Stegen und Kirchzarten. Mit einem Augenzwinkern wurde ihre frühere berufliche Tätigkeit in der Erwachsenenbildung erwähnt – eine Erfahrung, die sicherlich bei der einen oder anderen Ortschaftsratssitzung hilfreich gewesen sei.


Viele weitere Gratulanten würdigten Beate Schramms Einsatz und sprachen ihren Dank aus. Katja Martin, als Vertreterin der Landfrauen, hob ihre Verdienste um den Erhalt der örtlichen Traditionen hervor. Chorleiter Rainer Pachner vom Gemischten Chor Ebnet bedankte sich im Namen aller Ebneter Vereine für die Unterstützung, die stets unbürokratisch, schnell und praktikabel gewesen sei. Birgit Witzenbacher, Schulleiterin der Feyelschule, überreichte einen Karlsruher Wein – eine Reminiszenz an Beate Schramms Heimatstadt. Als Vertreter des östlichsten Freiburger Stadtteils betonte Kappels Ortsvorsteher Christoph Brender die gute Zusammenarbeit zwischen den benachbarten Ortschaften.
Verwaltungsleiterin Ulrike Schwörer erinnerte an die gemeinsamen Herausforderungen der letzten fünf Jahre, insbesondere die Zeit während der Corona-Krise, und würdigte – auch im Namen ihrer Mitarbeiter*innen – Beate Schramms fachliche Kompetenz und stets hervorragende Vorbereitung der Sitzungen: „Chapeau!“

Mindestens genauso wichtig war ihr jedoch die Anerkennung der menschlichen Wärme, die die Zusammenarbeit geprägt hat. Schramm habe immer ein offenes Ohr für alle Anliegen gehabt und sei auch in persönlich schwierigen Zeiten stets hinter ihr und ihren Mitarbeiter*innen gestanden. „Wir waren einfach ein tolles Team. Jetzt ist es an der Zeit, dir Danke zu sagen, dir Gesundheit zu wünschen und ganz viel Zeit für die Dinge, die liegengeblieben sind.“ Mit dem Hinweis „hinter jeder starken Frau steht auch ein starker Mann“ bedankte sie sich schließlich auch bei Beate Schramms Ehemann und ihren Kindern.
In ihrer Abschiedsrede blickte Beate Schramm auf die vergangenen Jahre zurück und würdigte die Arbeit ihrer Vorgänger, Weggefährten und all jener, die in den Ebneter Vereinen, Initiativen und Gremien mitwirken. „Es war eine gute Zeit. Manchmal herausfordernd, manchmal spannend, manchmal frustrierend. Aber es war einfach immer getragen von dieser guten Zusammenarbeit“, die stets von gegenseitiger Wertschätzung, Offenheit und einem guten Miteinander geprägt war, genau wie die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Eigenbetrieben. „Nicht immer kann man alles gleich umsetzen und nicht immer funktioniert alles gleich.“ Doch es sei ein Zusammenspiel vieler Einzelteile, die ineinandergreifen müssen, damit etwas vorangeht. Besonders betonte sie die Bedeutung der Vereine und der vielen ehrenamtlich engagierten Bürger*innen, die Ebnet zu einem lebendigen Ort machen: „Ebnet lebt durch die Menschen, die hier gestalten, die Bewährtes und Traditionen weitertragen, die ganz wichtig sind für die Identifikation mit dem Ort und auf der anderen Seite auch Neues schaffen! Das ist der Grundstock, der uns von manchen anderen Orten unterscheidet, die reine Schlafstätten sind. Die Gemeinschaft ist es, die vor allem ausmacht, dass man sich wirklich wohl und zuhause fühlen kann.“
Ganz besonders hob auch sie hervor: „Die Ortsverwaltung, das ganze Team und insbesondere Ulrike Schwörer – die Unterstützung, die ich dort hatte, war schon wunderbar, genial.“
Einen großen Dank richtete sie an ihren Vorgänger Bernhard Sänger, der den Grundstock für die auf den Weg gebrachten Projekte der Sanierung der Dreisamhalle und der Eschbachbrücke gelegt hatte – „und ich habe es dann weiterführen dürfen.“
Beate Schramm geht nun in den wohlverdienten Ruhestand, doch wie sie betonte, bleibt sie dem Ort weiterhin verbunden. Sie versprach, sich auch in Zukunft für Ebnet einzusetzen und die Gemeinschaft aktiv mitzugestalten. „Ich bin nicht weg“, sagte sie unter großem Applaus und wünschte allen Anwesenden weiterhin viel Erfolg in ihrem Engagement für Ebnet. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Umtrunk aus, bei dem noch viele persönliche Worte und Dankesbekundungen ausgetauscht wurden.
(Bericht: Ulrike Eberius)
Fortsetzung
Im letzten Bericht zum Mountainbike-Training für Ebneter Kids (in Heft Nr. 175) wurde angekündigt, dass sich in den Sommerferien entscheiden würde, wie es im Herbst mit dem Training weitergeht. Die Resonanz war sehr gut, da fast alle Kinder aus den Schnuppertrainingseinheiten gerne regelmäßig trainieren wollten. Das konkrete Interesse von Kindern im Alter zwischen 5 und 10 Jahren am Standort Ebnet hätte eigentlich für zwei wöchentliche Trainingsgruppen ausgereicht. Einer bezüglich der Leistung und des Alters (8-10 Jahre) relativ homogenen Gruppe mit drei Mädchen und sieben Jungs können wir seit September ein wöchentliches Training anbieten. Einmal monatlich bieten wir in der Sommerzeit zusätzlich ein Training auf den Trails im Hexenwald an. Für die Jüngeren suchen wir noch nach einer Trainingsleitung, sind aber guter Dinge, dass wir spätestens zum Beginn der Sommerzeit 2025 diese Gruppe starten können. Sollten sich noch mehr TrainerInnen melden, könnten wir gerne auch für Ältere ein Angebot auf den Weg bringen.
Neu ist, dass die Ebneter Mountainbike-Kids-Gruppe aus mehreren Gründen im August den Verein gewechselt hat. Vor allem wegen bereits vorhandener Kontakte und Schnittstellen sowie dem Gesamtangebot mit Vereins-Meisterschaften, Messe-Veranstaltung etc., einer sehr großen Mitgliederzahl, guten Kontakten zum Forst zwecks Trail-Gestaltung und einem sehr, sehr guten Image ging die Gruppe in den Mountainbike Freiburg e. V. über, von dem wir sehr freundlich aufgenommen wurden. Wir bedanken uns rückblickend ausdrücklich für den gelungenen Start des Projekts „MTB Kids Training Ebnet“, der uns durch die Unterstützung des RSV Wanderlust Ebnet ermöglicht wurde.
Kinder, die gerne am Training teilnehmen möchten, aber auch alldiejenigen, die sich eine Tätigkeit als TrainerIn vorstellen können, melden sich bitte gerne telefonisch bei Robert Krauthausen (01522 612 5566) oder unter
https://www.mountainbike-freiburg.com/content/jugendgruppen.
(Bericht: Robert Krauthausen)
Haus 197
Vom 15. bis 18. Juli haben 10 Schülerinnen aus der Internationalen Schule im Römerhof in der Fahrradwerkstatt von Haus 197 während ihrer Projekttage an einem Fahrradworkshop teilgenommen.
Einerseits ging es darum, sich ein Fahrrad zu reparieren, das zuvor dem Haus gespendet wurde, andererseits wollten die jungen Frauen das Fahrradfahren erlernen oder nach langer Zeit wieder einmal üben. Bei einigen ging es einfach darum, Angst abzubauen und auszuprobieren. Sie wollen nun bei Bike Bridge in Freiburg einen Kurs besuchen. Es wurde viel geschraubt und geübt, aber auch zusammen gekocht und UNO gespielt. Am letzten Tag bekam jede Teilnehmerin noch einen Helm geschenkt und die meisten konnten ein gespendetes Fahrrad mit nach Hause nehmen.
Die Mitarbeiterinnen des Hauses und der Werkstattt würden dieses Projekt gerne wiederholen, denn die Motivation und das Gefühl von Selbstwirksamkeit der Frauen war riesengroß.
(Bericht: Daniela Boulanger
Jubiläum
Das Ehepaar Gerti und Reinhold Blum wagte vor 25 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit mit dem „urigen Lebensmittelmarkt an der Ecke Schlesierstraße / Alemannenstraße“. Trotz der Nähe zu größeren Supermärkten haben sie es geschafft, einen treuen Kundenstamm zu erhalten, was sicher auf ihre freundliche, zugewandte Art und die Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu gehen, zurückzuführen ist.
Von Anfang an war es ihnen wichtig, dass ein gemischtes Angebot mit Bioqualität, regionalen Anbietern und auch ausgefallenen Produkten besteht. So bieten sie z.B. Linsen von der Schwäbischen Alb, Räucherlachs aus der Dreisamtäler Lachsmanufaktur und Fleisch- und Wurstwaren mit dem Blick auf das Tierwohl an. Sie sind immer offen für Wünsche und Anregungen der Kund*innen. Eine Besonderheit ist auch der Lieferservice für nur 5 € im Bereich Littenweiler, Waldsee und Ebnet, der besonders für ältere Menschen ein tolles Angebot darstellt.
Wir gratulieren herzlich zum Jubiläum und wünschen dem Ehepaar Blum für die Zukunft viel Gesundheit, Ausdauer und Freude an ihrer Arbeit.
weitere Infos: www.frisch-und-fein.com
Überwältigendes Ergebnis bei der Kommunalwahl am 9. Juni
Seit dreißig Jahren ist Forum Ebnet im Ortschaftsrat als überparteiliche Fraktion vertreten. Das überwältigende Ergebnis bei der Kommunalwahl am 9. Juni zeigt uns, dass die Ebneter*innen unsere Politik unterstützen und anerkennen.
In den letzten fünf Jahren konnten etliche Ziele, für die wir uns ausdauernd einsetzten, erreicht werden, beispielsweise der Erweiterungsbau der Grundschule und die Vergabe der Erbpachtgrundstücke auf dem ehemaligen Sportplatz unter sozialen und familienfreundlichen Aspekten. Und noch in diesem Jahr ...
beginnt der Bau von 24 geförderten familiengerechten Mietwohnungen (mit einer Sozialbindungsfrist von 25 Jahren) durch die Freiburger Stadtbau im Neubaugebiet Hornbühl-Ost. Auch der Wunsch vieler Jugendlicher nach einer frei zugänglichen Sportfläche wurde bereits realisiert.
Noch nicht umgesetzt werden konnte die Umgestaltung der Schwarzwaldstraße. Wir werden dies aber nicht aus den Augen verlieren. Politik benötigt immer wieder Geduld und Ausdauer, um Ziele zu erreichen.
Wir werden die Themen unseres Wahlprogrammes im Blick haben und engagiert daran arbeiten, die besten Lösungen für unser Gemeinwesen zu finden und unsere Ziele umzusetzen, und wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den alten und neuen Kolleg*innen aller Fraktionen im Ortschaftsrat.
50 Jahre Eingemeindung
Anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Eingemeindung Ebnets fand auf den Tag genau 50 Jahre später eine ganz besondere Ortschaftsrats-Sitzung statt:
Ortsvorsteherin Beate Schramm begrüßte in der Dreisamhalle weit über 100 interessierte Ebneter Bürger*innen sowie Vertreter der Ebneter Vereine und Institutionen. Eingeladen waren auch alle ehemalige Ebneter Ortschaftsräte, die Ortsvorsteher*innen aus den anderen 8 eingemeindeten Ortsteilen und die derzeitigen Freiburger Gemeinderäte sowie Oberbürgermeister Martin Horn.
In ihrer Ansprache würdigte Beate Schramm die Vorteile, die die Eingemeindung für Ebnet mit sich brachte, ließ aber auch nicht unerwähnt, dass es „wie in jeder Ehe" auch Reibungspunkte gebe und ...
unerfüllte Wünsche, wie zum Beispiel die energetische Sanierung des Ebneter Rathauses. Dass Ebnet – wie alle eingemeindeten Ortschaften – einen eigenen Ortschaftsrat hat, beschrieb sie als "gelebte und erlebte Demokratie auf Ebene der Bürgerschaft und damit der beste Weg zu einer guten, mehrheitlich getragenen Ortsentwicklung!"
Sie hob die Bedeutung des großen ehrenamtlichen Engagements in den über 20 Ebneter Institutionen und Vereinen hervor und würdigte darüber hinaus mit großer Anerkennung und Dankbarkeit Ebnets Verwaltungsleiterin Ulrike Schwörer, die seit 30 Jahren nicht nur überaus kompetent sondern auch mit großer menschlicher Wärme für die Belange der Ebneter Bürger*innen da ist. Lang anhaltender Applaus aus dem Publikum zeigte die große Wertschätzung, die Ulrike Schwörer in Ebnet genießt!
OB Martin Horn, der mit seiner Familie ein häufiger Gast auf Ebnets Spielplatz war, würdigte die gute Partnerschaft und hob die städtischen Investitionen in Ebnet hervor, wie z.B. den kürzlich fertiggestellten Anbau der Feyel-Grundschule.
Auch wenn man einem Geburtstagskind häufig wünsche "bleib so, wie du bist", sei das Leben voller Veränderungen und so verändere sich auch Ebnet - außer der Ebneter Schloss-Mauer, wie er mit einem Augenzwinkern vermerkte.
Den enormen ehrenamtlichen Beitrag der Menschen in Ebnet hob auch der Oberbürgermeister hervor und unterstrich die Bedeutung der Freiburger Ortschaftsräte als "lokale DNA", die naturgemäß in Ebnet eine andere sei als z.B. in Munzingen. Vom Ebneter Kultursommer über das neueröffnete Cafe, die Sportvereine, die freiwillige Feuerwehr, den Gemischten Chor, den Kirchenchor und die Salamander kam er schließlich auch noch auf Ebnets kulturhistorische Bedeutung zu sprechen, die es mit der Hochzeit von Mozarts Schwiegereltern in Ebnet erlangt habe... Passend dazu überreichte er für Ortschaftsrat und Ortsverwaltung je eine Packung Mozartkugeln und – dem an Bänken nicht armen Ebnet – zunächst die Miniaturausgabe einer Jubiläumsbank, über deren Aufstellungsort der Ortschaftsrat in einer seiner kommenden Sitzungen entscheiden wird. Zum Ende seiner Rede würdigte OB Martin Horn auch Bernhard Sänger für 44 Jahre Engagement in der Kommunalpolitik.
Stellvertretend für Fritz Kaiser, der als früherer Gemeinderat und Ebneter Ortschaftsrat der ersten Stunde als Redner geladen war, aber kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, übernahm Gundolf Fleischer die Aufgabe, als Zeitzeuge aus der Zeit rund um die Eingemeindung zu berichten. Favorisiert wurde seinerzeit eigentlich ein Zusammenschluss mit weiteren Dreisamtalgemeinden, der sich aber nicht realisieren ließ.
Hervorragend bewirtet gab es im Anschluss an die Ortschaftsratssitzung ein stimmungsvolles Beisammensein mit Musik und Deko (Prilblumen!) aus den 70iger Jahren und Zeit für viele Gespräche und Erinnerungen. Auf der Bühne wurde die einzigartige Fotosammlung von Erich Wickersheim zur Ortgeschichte von Ebnet gezeigt, über die wir in einer der kommenden Ausgaben noch berichten werden.
Bericht: Ulrike Eberius
Neues Angebot in Ebnet
Der RSV „Wanderlust“ Ebnet e. V. wurde 1922 gegründet, hat sehr erfolgreiche Radsportler hervorgebracht und große Radsportveranstaltungen organisiert (www.rsv-ebnet.de). Zuletzt richtete sich der Verein vor allem an ambitionierte Radsportler.

In den letzten Jahren erfuhren aber der noch recht junge Mountainbike Freiburg e.V. und der SV Kirchzarten einen Boom im Bereich des Kindertrainings. Immer mehr verlagerte sich das Mountainbiken auch zu Kindern im Grundschulalter, auch seitens der Fahrradindustrie. Für Grundschul-Kinder aus Ebnet stellt jedoch die Entfernung zu diesen Vereinen ein Hindernis dar – ältere Kinder können die Distanz zu den etablierten, großen Vereinen viel einfacher und oft auch allein zurücklegen. Der RSV Ebnet möchte deshalb ausdrücklich nicht in Konkurrenz mit dem SVK und dem MTB FR treten, sondern vor allem den Grundschulkindern ein Angebot bieten.

So entstand die Idee, das Neue mit dem Alten zu verbinden, das Mountainbiken für Kids im Grundschulalter also im vorhandenen, traditionsreichen RSV Ebnet auszuprobieren. Es wurden Kontakte zu regionalen Profis im Bereich Kinder-Mountainbiketraining aufgebaut und dem Vereinsvorstand ein Konzept vorgestellt, das dieser dann z. T. organisatorisch sowie mit einem angemessenen Budget unterstützte. Die MTB-Abteilung für Kinder war geschaffen.

Relativ schnell fanden sich dann sehr sportliche und freundliche Trainer aus Ebnet, die mit viel Begeisterung und Feingefühl beim ersten Schnuppertag mit 14 Kindern auf den Hexenwald-Trails in Kirchzarten einen für alle Seiten erfüllenden Vormittag verbringen konnten. Der Vorteil für die Eltern: der Treffpunkt ist an der Dreisamhalle, sodass der Weg bis zur Sport-Betreuung kurz ist. In Gruppen mit je zwei Trainern wird dann zu den Trails gefahren und dort – je nach Können und Motivation – das Fahren im groben Gelände und am Steilhang ebenso geübt wie das Fahren auf dem Pumptrack und das Springen.

Die aktuellen Termine für die Schnuppertage sind innerhalb weniger Tage nach Bekanntgabe nahezu ausgebucht gewesen. Die Nachfrage ist also da, und das Angebot wird angenommen. Über die Sommerferien wird sich entscheiden, in welcher Form das Kursangebot langfristig angeboten werden kann. Ob wöchentlich kurze Einheiten nach der Schule oder gelegentlich am Wochenende für einen Vormittag, hängt auch von den Zeitfenstern der ehrenamtlichen Trainer ab.
Wer sich vorstellen kann, mal als Trainer oder Trainerin zu schnuppern, kann sich sehr gerne beim Verein melden: www.rsv-ebnet.de/kontakt-mtb/
Bericht: Robert Krauthausen
Natur im Dreisamtal
Am 8 Juni 2024 organisierte das Forum Ebnet einen Kräuterspaziergang im Dreisamtal. Wildpflanzen, von denen alle Kulturpflanzen nach Veredelungen und Neuzüchtungen abstammen, bieten viel mehr Vitamine und Mineralien als eine Kulturpflanze. Sprich: Eine Handvoll Wildkräuter bringt mehr für die körperliche Gesundheit als ein ganze Salatschüssel Grünes.
Tapfere Kräuterinteressierte marschierten bei trockenem und zunächst freundlichem Wetter von der Anna-Kapelle Richtung Osten (die ersten Regentropfen fielen erst auf dem Heimweg). Bei der Anna-Kapelle, bequem auf den Sitzbänken platziert, begann eine Einführung, wo, warum, wieso – Kräuter?

Erste gepflückte Pflanzen bekamen ihre Vorstellung (Giersch, Löwenzahn, Rotklee, Stinkender Storchenschnabel). Keine zehn Schritte weiter Richtung Sportplatz: Große Klette, Beifuß und die Karde stellen sich vor. Eine wunderschöne große Klette, an ihr lässt sich auch Bio-Technologie erklären (der Klettverschluss, gelernt von den arg anhänglichen Klettsamen). Beifuß, auch ein großes Gewächs und reichlich auf brach liegenden Flächen und Wegrändern anzutreffen – früher ein wichtiges heimisches Gewürz nach dem Genuss eines fetten Gänsebratens, fördert die Verdauung. Eingesetzt werden kann es auch bei Bratkartoffeln, um dem Fettgebratenen ein wenig Substanz zu bieten. Getrocknet eignet sich das Gewürz auch gut für die Winterbüchse... Daneben wächst auch die große Karde. Früher wichtig zum Aufrauen bei der Wollverarbeitung, ist die Karde nicht nur ein Heilgewächs, von dem auch die zarten Blätter gegessen werden können, sie bietet sogar Wasser in ihrer Blatt-Gabelung an (überwiegend durstige Kleintiere, aber auch Menschen in der Not tranken von ihr Wasser). Von Klette und Karde werden naturheilkundlich eher die Wurzeln eingesetzt.

Entlang des Sportplatzes in südöstliche Richtung, zeigten sich auf Schritt und Tritt neue Pflanzen und warteten auf ihre Erklärung, genau wie entlang des Zauns der Badenova durch das FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat, ein besonderes Schutzgebiet, in unserem Fall das Wasserschutzgebiet Ebnet). Überall harren wunderschöne Wildkräuter auf ihre Entdeckung.

Nach zwei Stunden war der Kreis geschlossen, und über die Reste der ehemaligen B 31 ging es zurück zur Anna-Kapelle, wo saftiges italienisches Brot, mit Joghurtbutter und selbst gesammelten Wildkräutern belegt, verspeist wurde... Fehlt nur noch eine Quelle bei der Anna-Kapelle, um den Durst zu löschen. Doch da gibt es ja das italienische Restaurant Dreisamtalblick, wohin gleich einige entschwanden, um sich dort ein köstliches Mittagsmahl einzuverleiben.
Bericht: Gerlinde Kurzbach
Jahrestreffen der ARGE Ebneter Ortsbild
Im Mai trafen sich Mitglieder und Interessierte der Arbeitsgemeinschaft Ebneter Ortsbild (ARGE) zu ihrem jährlichen Treffen. Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, sich über aktuelle Projekte zu informieren und sich auszutauschen. Im Mittelpunkt standen die beiden ARGE-Großprojekte:
Mit viel Engagement und der Hilfe von Ziegen hält die ARGE den Galgenberg offen, um die dort vorhandenen wertvollen Biotope zu schützen und den einzigartigen Blick ins Dreisamtal zu bewahren.
Ein lebendiger Foto-Rückblick zeigte die Tier- und Pflanzenwelt des Galgenbergs und die breite Beteiligung vieler engagierter Menschen beim Versorgen der Ziegen, beim Zaunbau und bei der Landschaftspflege.
Wussten Sie, dass es auf Ebneter Gemarkung über 50 Sitzbänke gibt? Seit vielen Jahren kümmert sich die ARGE um deren Pflege und Instandsetzung.
Auch in diesem Jahr werden die Ebneter Bänke inspiziert, schadhaftes Holz ausgetauscht und die Oberflächen neu gestrichen.
Haben Sie Lust, bei den Landschaftspflege-Einsätzen am Galgenberg, beim Streichen der Bänke oder beim Bauerngartenprojekt im Pfarrgarten mitzuhelfen? Die ARGE freut sich über tatkräftige Helferinnen und Helfer! Interessierte können sich bei Ulrike Eberius (info@multimedia-atelier.de) oder Fridolin Werne (FR-60226) melden.
Zur Deckung der privat getragenen Futter- und Tierarztkosten sowie der Kosten für Traktor, Häcksler, Motorsägen und Freischneider sind Spenden sehr willkommen:
Spendenkonto:
Ulrike Eberius
IBAN DE22680501010001551455
Betreff: Ziegen-Projekt
Ihre Unterstützung hilft, die rein ehrenamtliche Arbeit der ARGE Ebneter Ortsbild fortzuführen und die Schönheit des Galgenbergs zu bewahren.
„Ich hätte nie gedacht, wie vielfältig das Programm ist“. – „Wir konnten nicht ahnen, wie hochklassig die Konzerte sind“. – „Ich wusste gar nicht, dass der EKuSo so viele hoch motivierte Künstlerinnen und Künstler nach Ebnet locken kann“.
Solche und ähnliche Äußerungen waren zu hören, nachdem die Tore des Schlosses Ebnet nun bereits zum 19. Mal für den EKuSo geöffnet wurden. Dank der Eigentümerfamilie v. Gayling/van Manen konnte der EKuSo in der Zeit vom 6. Juni bis 13. Juli 2024 mit insgesamt 27 Veranstaltungen überwiegend in der Kulturscheune durchgeführt werden, eine Örtlichkeit, die von zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern und vom Publikum als perfekt geeignet, sehr stimmungsvoll und einmalig bezeichnet wurde.
Von Sternstunden der Klassik über Pop, Jazz, Brass, Klezmer- und Balkanmusik bis zu Comedy, Minnesang, Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und Chorkonzerten war die Palette in diesem Jahr besonders breit und bunt. Über die Musikhochschule Freiburg – Dank an Professor Sischka – und die freundliche Vermittlung von Caroline von Gayling erhielten hochbegabte Talente aus dem Bereich der klassischen Musik die Gelegenheit, sich vor Publikum zu präsentieren – ein Hochgenuss!
Weitere Höhepunkte waren das a-cappella-Konzert mit dem Chor Orfeon de Granada in der Ebneter Kirche St. Hilarius und das Chor- und Orchesterkonzert „Antonio Vivaldi“ mit verschiedenen Interpreten aus Granada und Freiburg in der Hl. Dreifaltigkeitskirche, mit großem Engagement federführend organisiert von Rainer Pachner.
Und wer hätte gedacht, dass ein Kant-Vortrag mit Lesung zur 300-Jahr-Feier des Philosophen so spannend, lehrreich und unterhaltsam dargeboten werden kann?!
Den stimmungsvollen Abschluss des Festivals bildeten die Musikvereine Ebnet und Kappel mit ihrem vielseitigen und sehr emotionalen Sommerkonzert.
Nach den Veranstaltungen nutzten viele Gäste sowie die Verantwortlichen und Helferinnen des EKuSo gerne die Möglichkeit, bei einem Getränk an der Bar über das Erlebte zu plaudern. Nicht wenige Ebneter Bürgerinnen und Bürger lernten sich hier kennen oder konnten ihre Bekanntschaft vertiefen.
Zunehmend wird der EKuSo zu einem kulturellen Treffpunkt mit Alleinstellungsmerkmal über die Grenzen von Ebnet hinaus wahrgenommen. Ohne den unermüdlichen Einsatz von Vorstand und Mitgliedschaft wäre die Veranstaltung nicht denkbar. Herzlichen Dank dafür!
Bericht: Friedrich Stüber
Mit einem Stimmenanteil von über 50 Prozent ist Forum Ebnet klar bestätigt worden und konnte sogar Stimmanteile hinzugewinnen.
Amtliches Endergebnis

Wir bedanken uns für das große Vertrauen in unsere Kandidat*innen und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit den Ortschaftsrät*innen von FWPE und CDU.
Die Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt im Haus 197 sucht Fahrräder für ein Projekt im Juli mit jungen geflüchteten Frauen, die sich ein Fahrrad reparieren und Fahrrad fahren lernen wollen. Hierfür werden noch Jugend- und Frauenfahrräder gesucht! Wer also noch ein ungenutztes Rad bei sich herumstehen hat, das nicht mehr gebraucht wird: in diesem Projekt wäre es hochwillkommen!
Kontakt und Infos:
datscharemontage@haus197.de
https://haus197.de/fahrradwerkstatt/



Jedes Jahr findet in Ebnet am 26. Mai am Kreuz auf dem Galgenberg das Gebet für den Frieden statt. Dafür wurde die Fläche auch in diesem Jahr gemeinschaftlich von der ARGE Ebneter Ortsbild und dem Gemeindeteam St. Hilarius gemäht und für den Gottesdienst vorbereitet.
Susanne Netzer
Wir – das sind 50 Erwachsene und fast ebenso viele Kinder, die seit Sommer 2022 nach und nach in den neu errichteten Häusern auf dem ehemaligen Sportplatz neben der Dreisamhalle leben. Die meisten von uns kommen aus Freiburg und Umgebung (bzw. sind nach dem Studium hier hängengeblieben) oder stammen aus Baden-Württemberg. Beruflich gesehen sind wir eine bunte Nachbarschaft, so bunt wie die Fassaden unserer Häuser. Viele soziale Berufe sind darunter: Lehrerinnen, Pädagoginnen, Erzieherinnen, Altenpflegerinnen, aber auch
Mitarbeiter*innen in Bauwesen und Banken, im öffentlichen und im Sicherheitsdienst, Juristen, Profisportler, Informatiker, Software-Ingenieure und -berater, Architekten, Betriebswirte/Manager*innen sowie einige Student*innen und Rentner*innen. Die Erwachsenen sind zwischen Ende 20 und Anfang 80, die Kinder und Jugendlichen sind zwischen neugeboren und 21 Jahre alt – die Kleineren besuchen mehrheitlich die hiesigen Kindergärten/Kitas und die Feyel-Schule, sie werden eine ganze Weile das Ortsleben von Ebnet, vor allem südlich der Schwarzwaldstraße, beleben. Die Älteren konnten überwiegend in ihren Schulen in der Stadt verbleiben.
Unsere Motive, nach Ebnet zu ziehen, waren so vielfältig wie wir alle es als Menschen sind. Die jungen kinderreichen Familien hatten meist Platznot in ihren ehemaligen Wohnungen und haben sich daher vor allem für das Bau-Modell (Erbpacht-Angebot der Stadt Freiburg) entschieden – per Los wurden sie zuletzt ausgewählt. Manche wollten auch bewusst im Freiburger Osten leben. Manche zog es in die Nähe von Familie und Freunden, uns alle zog es in die Natur! Ausschlaggebend waren dann die gute Verkehrsanbindung an die Innenstadt (inklusive Nacht-Taxi!), das breit gefächerte Angebot in Kinderbetreuung, Schule, Sportstätten sowie der hohe Freizeitwert. Eines haben wir alle – Groß und Klein, von Nah und Fern – gemeinsam: Wir sind superglücklich, hier zu sein!
Schätzen gelernt haben wir inzwischen die kinderfreundliche Nachbarschaft, die den Kleinen Raum zu Selbständigkeit gibt und den Eltern eine gewisse Gelassenheit erlaubt. Schätzen gelernt haben wir den noch partiell dörflichen Charakter Ebnets mit seinen Bauernhöfen, der Ruhe und der guten Luft, den kurzen Wegen und nicht zuletzt der Dreisam vor unseren Haustüren, auch den Bücherbus, den Markt in Littenweiler wie den Weihnachtsmarkt auf dem Schlossgelände, das gelebte Brauchtum, die Angebote des Ebneter Kultursommers und – unseren netten Postboten, Herrn Stiefvater!
In den kommenden Wochen wird nun das vorläufig letzte Haus am Salamanderweg fertiggestellt, zieht die letzte junge Familie dort ein. Nun hoffen wir, dass auch das umliegende Gelände noch so angelegt wird, dass es für Nachbarn, Besucher und für uns selbst einladender und nicht mehr so provisorisch aussieht.
Beate Schramm
Der Bebauungsplan zum Baugebiet „Alter Sportplatz“ wurde bereits im März 2009 beschlossen. Bis zur Umsetzung des ersten Bauvorhabens vergingen dann jedoch noch 10 Jahre, denn zunächst mussten die Voraussetzungen für den Umzug des SV Ebnet geschaffen und die neuen Sportanlagen fertiggestellt werden. Da das Gelände sich abgesehen vom südlichen Bereich, der bereits an einen Bauträger verkauft war, vollständig im Besitz der Stadt Freiburg befand, sah Forum Ebnet die Chance auf eine Vermarktung unter Berücksichtigung von sozialen und gemeinwesenorientierten Aspekten. Der Forum-Antrag ...
... zur Tagesordnung des Ortschaftsrates mit Bitte um Aussprache und einen Beschluss, dieses Anliegen an die zuständigen städtischen Institutionen weiterzuleiten, wurde im Sommer 2017 mehrheitlich angenommen. Auch wenn es dann wieder einige Zeit dauerte: Im März 2020 legte die Stadt ein Vermarktungskonzept vor, das soziale Aspekte und insbesondere ein Sonderprogramm familienfreundliches Wohnen enthielt. Darüber, dass unser Antrag Berücksichtigung fand, sind wir sehr froh. Jetzt hoffen wir, dass die für geförderten Mietwohnungsbau vorgesehene nördliche Fläche zeitnah entsprechend überplant und bebaut wird.
Daniela Siegel
Endlich ist es soweit! Am 5. April 2024 öffneten das Café Lilou und der neue Automatensupermarkt Twenty47 auf dem ehemaligen Tankstellengrundstück der Familie Blattmann im Ortskern von Ebnet ihre Türen und laden dazu ein, das Genießen und Einkaufen neu zu erleben.
Das Café Lilou wird seine Gäste mit einer außergewöhnlichen, von der französischen Küche inspirierten Frühstücksauswahl begeistern, die durch ausgewählte Kaffeespezialitäten und hausgemachte Limonaden ergänzt wird. Das Sortiment des Cafés ist vielfältig. Angeboten werden belegte Brötchen sowie Patisserie in all ihren Farben und Formen: Kuchen, Torten, Tartelettes und Macarons – wer Süßes liebt, kommt hier nicht zu kurz. Außerdem wird es leckeres Eis aus der Eismanufaktur in Freiburg geben. Abgerundet wird das Angebot durch leckere Mittagssnacks und der schönen Terrasse, auf der man abends gemütlich ein Gläschen Wein trinken kann.
Mit einem innovativen Rund-um-die-Uhr-Öffnungskonzept an 365 Tagen im Jahr und einem breiten Sortiment an Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs, gestaltet der Automatensupermarkt das Einkaufen einfach und unkompliziert. Der Automatensupermarkt Twenty47 legt großen Wert auf Vielfalt und Qualität. Beim Sortiment erwartet die Kundinnen und Kunden ein attraktiver Mix aus beliebten regionalen Produkten und internationalen Top-Sellern, welche nahezu täglich frisch aufgefüllt werden. Entdecken auch Sie das neue Einkaufskonzept in Freiburg-Ebnet und erleben Sie die Zukunft des Einkaufens oder genießen Sie leckere Köstlichkeiten im Café Lilou. Die Mitarbeiter freuen sich auf Ihren Besuch.
Ulrike Eberius



Am 24. Februar fand der traditionelle Frühjahrs-Einsatz der ARGE Ebneter Ortsbild statt. Die stark in die Höhe gewachsenen Gehölze auf der Böschung zwischen Weg und Kreuz wurden wie früher üblich auf den Stock gesetzt, sodass sie neue Triebe und Blüten bilden können und gleichzeitig wieder genügend Licht für die wärmeliebenden Eidechsen auf den Boden kommt.
Außerdem wurden zahlreiche Robinien-Triebe entfernt, die schnell zu undurchdringlichen Dickichten werden und einheimische Pflanzen verdrängen, die als Nahrungsgrundlage für viele Tiere eine wichtige Rolle spielen.
Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Galgenberg sehr viel offener als heute und stellte ein wunderschönes Mosaik aus Wiesen, Steinriegeln, Hecken und Streuobstwiesen dar, an das sich viele Ebneter*innen noch erinnern können.
Die Erhaltung und Wiederherstellung dieser ökologisch wertvollen Landschaft und des wunderbaren Blicks vom sogenannten Ziegenbänkle ins Dreisamtal ist Ziel des von der ARGE ins Leben gerufenen Ebneter Ziegen-Projekts, das auf der Website www.ziegen-netz.de ausführlich dargestellt wird.
Wer bei unseren Pflege-Einsätzen mitmachen möchte, kann sich direkt an uns wenden, wir freuen uns über tatkräftige Mithilfe! Bei Interesse einfach melden bei: Ulrike Eberius (info@multimedia-atelier.de), Walter Jautz, FR-6965794, Fridolin Werne FR-60226 und Guido Büssemeier, FR-384 506 22
Auch Spenden zur Deckung der rein privat getragenen Futter- und Tierarztkosten sowie der Kosten für Traktor, Häcksler, Motorsägen und Freischneider sind sehr willkommen! (Via www.ziegen-netz.de)
Annette Nau
Vor nunmehr 20 Jahren wurde die Vision einer kleinen, mutigen Gruppe von Angehörigen und Pflegenden wahr, einen Wohnraum für Menschen mit demenziellen Veränderungen zu schaffen, der ihnen ermöglicht, ihren Lebensabend in Würde und angemessen begleitet zu verbringen. Am 1.3.2004 zog die erste Bewohnerin in die Wohngemeinschaft „Zum Hirschen“ in Freiburg-Ebnet ein.
Seither durfte der ein Jahr zuvor gegründete Verein LABYRINTH e.V. viele BewohnerInnen begleiten – in der Hirschen-WG sowie in der drei Jahre später in Betrieb genommenen Birkenhof-WG in Kirchzarten-Burg.
Allen Widrigkeiten zum Trotz, die bei solch einem Unternehmen nicht ausbleiben – zuletzt dem 2023 verabschiedeten Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz, das ambulant betreute Pflege-WGs finanziell schlechter stellt als eine Betreuung im Pflegeheim –, steht der Verein bis heute für eine zutiefst von Humanität und menschlicher Wärme geprägten Betreuung von Menschen, deren Erkrankung zu existentiellen Zumutungen und Herausforderungen führt.
Und das muss gefeiert werden: Am 1.3. fand in der Rainhof Scheune in Kirchzarten-Burg eine Benefizlesung der vielfach preisgekrönten Autorin Annette Pehnt statt. Unter dem Motto „Lebensstriche: Ein Abend über das, was bleibt“ las sie eigens für diesen Anlass zusammengestellte Texte aus ihrem Gesamtwerk. Am 11.4. gibt die Hot-Jazz-Band REDHOUSE HOT SIX ein Benefizkonzert ab 19.30 Uhr, ebenfalls in der Rainhof Scheune. Alle Interessierten und Freunde des Vereins sind herzlich dazu eingeladen!
Wer an einem WG-Zimmer für eine(n) Angehörige(n) oder an ehrenamtlicher Mitarbeit interessiert ist, kann die folgenden Kontaktdaten nutzen:
Telefon: 0151 59093579
E-Mail: info@labyrinth-freiburg.de
www.labyrinth-freiburg.de
Die Fahrradwerkstatt im Haus 197 - „Datscha ReMontage“ ist wiedereröffnet. Infos unter www.haus197.de/category/datcharemontage/
Die 19-jährige Eva-Maria Rist aus Ebnet wurde am 30. März 2023 beim deutschen Ballettwettbewerb in München Deutsche Meisterin in der Kategorie Acrobatic Dance Solo Erwachsene und dann in Prag am 23. Juni 2023 bei der Weltmeisterschaft "Danza Mundial" Weltmeisterin in der gleichen Kategorie. In der Galanacht des Sports wurde sie am 9. März 2024 mit der Sportmedaille in Gold der Stadt Freiburg ausgezeichnet. Forum gratuliert ihr zu dieser hervorragenden Auszeichnung!
Benjamin Schwettmann
Vermutlich haben Sie schon das Seelenklang Zentrum in der Steinhalde 7 entdeckt? Schräg gegenüber vom Rathaus gibt es seit Juni 2019 einen Ort für Klänge & Entspannung. Das Zentrum vereint eine Praxis für Klangmassage und ein Ladengeschäft für intuitiv spielbare Musikinstrumente. Als Leiter möchte ich hier gerne informieren über die verschiedenen Angebote. Zuerst möchte ich mich aber ganz herzlich bedanken bei allen, die durch Ihren Besuch und Ihre Unterstützung diese Oase möglich gemacht haben!
Tragender Grundgedanke im Zentrum ist, dass Klänge uns helfen zu entspannen und innerlich bei uns selbst anzukommen. Dies kann über eine Klangmassage geschehen, also passiv, oder auch beim Spielen einer Klangschale oder einer Handpan. Damit Sie sich selbst wirkungsvoll mit Klängen unterstützen können gebe ich auch Einzelunterricht und Seminare. Hierfür geeignete Instrumente können im Laden erworben werden.
Als Standort ist Ebnet durch die Ruhe, die Naturnähe und die Anbindung an die Innenstadt wunderbar geeignet für diese Angebote. Viele gehen nach der Klangmassage noch an der Dreisam oder im Wald spazieren. So freue ich mich auf viele weitere Jahre in Ebnet und viele neue und bekannte Besucher. Ich wünsche allen eine gute Balance aus Aktivität und Entspannung und bin gerne unterstützend für Sie da, um dieses Gleichgewicht zu erhalten oder wiederzufinden. Behandlungen, Unterricht und auch Ladenbesuche finden nach Terminvereinbarung statt. Mehr Infos gibt es unter www.seelenklang.de
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